Diesen Beitrag drucken

Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit in Politik und Gesellschaft

Veröffentlicht im Magazin des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU: „Evangelischen Verantwortung“,  Ausgabe 7+8/2011

„Wem kann man noch vertrauen?“Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen in unserem Land. Das veranlasste den Deutschlandfunk eine Reihe von Hörerinnen und Hörern zu fragen, wem sie noch vertrauen könnten. Die Antworten waren ernüchternd. Politiker, Banker, Journalisten und andere Berufsgruppen wurden als nicht vertrauenswürdig genannt.  Die Wahrheit sei heute – so die Meinung der Befragten – kein Maßstab mehr. Viele nähmen es damit nicht mehr sehr genau. Darum könne man im Grunde nur noch sich selbst vertrauen.

Diese offenbar weit verbreitete Haltung ist nicht nur erschreckend, sie hat zur Folge, dass Misstrauen sich ebenso ausbreitet wie Politikverdrossenheit und Vereinsamung. Wer nur noch sich selbst vertraut, ist nur eingeschränkt gemeinschaftsfähig. Jede Gemeinschaft, sowohl die kleine persönliche als auch die große, öffentliche braucht Vertrauen. Ohne Vertrauen ist kein Staat auf Dauer lebensfähig.

WEITERLESEN »